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UMWELT: Geltower fühlen sich abgekoppelt PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 17:02 Uhr

aus MAZ vom 13.07.2010

Zweifel an Sinn der B1-Beruhigung

GELTOW - Die Ankündigung des Landes Brandenburg, dass zwar die Ortsteile Ferch und Caputh, nicht aber der Ortsteil Geltow als Erholungsort anerkannt werden, hat in Geltow Empörung ausgelöst. Der Fachbeirat für Erholungsorte hatte seine Entscheidung mit zu hohen Belastungen durch die Bundesstraße 1 begründet. „Wir sind als Gemeinde Schwielowsee angetreten, werden nun durch den Titel getrennt. Das hätte die Bürgermeisterin nicht zulassen dürfen“, sagt Geltows Ortsvorsitzender Heinz Ofcsarik (BBS) wütend. Er hätte erwartet, dass Hoppe über die Entscheidung des Fachbeirates nicht nur informiert, sondern darüber noch einmal diskutiert wird. „Erst wenn in allen drei Ortsteilen die Bedingungen für den Titel erfüllt sind, sollte die Anerkennung angenommen werden.“

Ofcsarik und auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung Roland Büchner (BBS) bezweifeln, dass die vom Fachbeirat vorgeschlagene grüne Welle und Tempo 30 in den Nachtstunden für die Entlastung der B1 sorgen.

„Was geschieht eigentlich mit Geltow, wenn die Werte trotz der vorgeschlagenen Maßnahmen nicht erreicht werden?“ Diese Frage stellt sich Büchner, bisher einziger Gegenkandidat von Kerstin Hoppe (CDU) bei der Bürgermeisterwahl am 24. Oktober. Er wirft der Gemeindechefin vor, den Antrag auf Anerkennung forciert zu haben, obwohl das Problem mit der B1 in Geltow bekannt war. Die Abkopplung von Geltow bei der Titelvergabe am 31. Juli wäre schädlich für das weitere Zusammenwachsen der Ortsteile. „Wie will die Gemeinde Schwielowsee eigentlich als Erholungsort werben, wenn der Ortsteil Geltow vorerst ausgeschlossen wird?“, fragt sich Büchner. (R. Gr.)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. Juli 2010 um 17:09 Uhr